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Am Freitag den 06.06.2014 ist die Löschgruppe Schalksmühle im Rahmen des regulären Dienstabends für zwei Übungen zur Spelsberg GmbH & Co.KG ausgerückt.

 

Um 19:15 Uhr wurde im ersten Übungsszenario ein Arbeiter des Unternehmens von einem Anhänger eingeklemmt, während ein weiterer Mitarbeiter damit beschäftigt war, diesen mit einem Gabelstapler zu beladen. Der Gabelstaplerfahrer flüchtete unter Schock von der Unfallstelle, nachdem er die Feststellbremse aktiviert und den Schlüssel abgezogen hatte. Dies stellte ein besonderes Problem dar, weil sich die Gabel samt Beladung im Anhänger befand. Ein normales Anheben des Anhängers war so nicht möglich.

 

Die erst eintreffenden Einsatzkräfte des Rüstwagens - dieser rückt stets als erstes Fahrzeug zu technischen Hilfeleistungen aus - erkundeten die Lage und leiteten Maßnahmen zur ersten Hilfe ein. Schnell stellte sich heraus, dass der verunglückte Arbeiter Verletzungen aufwies, die ganz offensichtlich nicht mit dem Leben vereinbar waren. Aufgrund dessen konzentrierten sich die Bemühungen der Feuerwehr nun auf die fachgerechte Bergung des Verstorbenen.

Zusammen mit den Einsatzkräften des mittlerweile eingetroffenen Löschfahrzeugs, wurde ein Bereitstellungsraum für Arbeitsmaterialien eingerichtet. Sodann sicherten die Feuerwehrleute die Beladung des Anhängers mit Spanngurten. Der Gabelstapler wurde anschließend durch die Winde des Rüstwagens von dem Anhänger weggezogen, sodass dieser angehoben werden konnte.

Das Anheben erfolgte mithilfe von zwei Ausführungen des sogenannten “Hydraulik-Hebezeugs Büffel”, eine Winde, die bei der technischen Hilfeleistung zum Heben von Lasten verwendet wird. Zur eigenen Absicherung unterbauten die Feuerwehrleute den Anhänger fortwährend. Dies verhindert im Falle eines Wegrutschens der Winden, ein Herabstürzen des Anhängers auf darunter befindliche Einsatzkräfte. Der Leichnam konnte schließlich geborgen und die Einsatzstelle der Kriminalpolizei übergeben werden.

 

 

Im zweiten Übungsszenario kam es beim Beladen eines Anhängers zu einem Brand des Gabelstaplers, dessen Fahrer in unmittelbarer Nähe bewusstlos zusammen gesackt war. Besonders gefährlich ist bei solchen Einsätzen, wenn wie vorliegend, ein mit Gas betriebener Gabelstapler betroffen ist. Die Brandstelle befand sich darüber hinaus in der Nähe eines Gasflaschenlagers.

 

Daher wurde direkt nach Erkundung der Situation ein Absperrbereich von 50 Metern um die Einsatzstelle eingerichtet. Während Wasser- und Schlauchtrupp einen Löschangriff vorbereiteten, begab sich der Angriffstrupp unter Atemschutz in die Gefahrenzone, um den bewusstlosen Gabelstaplerfahrer zu retten. Zur Überwachung der Gaskonzentration in der Luft führte der Angriffstrupp zudem ein Gaswarngerät bei sich. Der bewusstlose Arbeiter wurde sehr zügig mittels Tragetuch aus der Gefahrenzone abtransportiert. Anschließend brachte der Angriffstrupp ein sogenanntes Hydroschild zwischen dem Gabelstapler und dem Gasflaschenlager in Stellung. Die Gasflaschen konnten so effektiv gegen die Wärmestrahlung des brennenden Gabelstaplers abgeschirmt werden.

Aus sicherer Entfernung startete der Angriffstrupp sodann mit einem C-Rohr die eigentliche Brandbekämpfung.

 

Beide Übungen wurden effizient abgearbeitet. Der Dienst endete mit Ankunft am Gerätehaus um 22 Uhr.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns ganz herzlich bei der Spelsberg GmbH & Co.KG für die Ermöglichung dieses Dienstes.

 

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