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Vom 21.6.2013 auf den 22.6.2013 hat die Löschgruppe Schalksmühle eine 24-Stunden-Übung veranstaltet. Beginn war um 19 Uhr am Gerätehaus.                         

 

Die erste Übung am Freitag hatte das Stichwort “PKW-Brand in Rathaus-Tiefgarage”.                            

Um den Einsatz so effektiv wie möglich abarbeiten zu können, wurden sogenannte Einsatzabschnitte gebildet.                                                                                                                                            

Mit einer Staffel (sechs Feuerwehrmänner) besetzt, übernahm das Löschgruppenfahrzeug 10-6 (LF 10-6) den Einsatzabschnitt 1. Auftrag war es, den ersten Löschangriff vorzunehmen. Hierzu rüstete sich der Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten aus und legte sich eine ausreichend lange Schlauchleitung. Als sich weitere zwei Kameraden mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatten und somit den Sicherheitstrupp stellen konnten, ging der Angriffstrupp über eine Treppe in die Tiefgarage vor und begann mit den Löscharbeiten.

Der Einsatzabschnitt 2 - ebenfalls mit Staffelstärke - bestand aus dem Tanklöschfahrzeug (TLF) und dem Rüstwagen (RW). Die Kameraden dieses Abschnitts stellten die Löschwasserversorgung her. Als Wasserentnahmestelle wurde die Volme gewählt. Aufgrund der schnellen Brandausbreitung in der Tiefgarage, wurden im späteren Verlauf zwei Feuerwehrmänner dieses Abschnitts, als zweiter Angriffstrupp, zur Unterstützung der Brandbekämpfung in der Tiefgarage abkommandiert.

Wenige Zeit später ertönte über Funk die Meldung, dass es in der Tiefgarage zu einem Notfall gekommen sei. Der Angriffstruppmann sei in Folge einer Verpuffung leblos zu Boden gesackt. Der Sicherheitstrupp machte sich ebenso wie der zweite Angriffstrupp unmittelbar auf die Suche nach dem verletzten Kameraden. Dieser wurde schnell aufgefunden und mittels Crashrettung zügig dem Rettungsdienst zugeführt.

Der Einsatzabschnitt 3 - die Einsatzleitung - koordinierte unterdessen den Einsatz und ließ weitere Löschgruppen sowie zusätzliche Rettungsmittel nach alarmieren.

Die Übung wurde mit Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach etwa 60 Minuten erfolgreich beendet.

 

Die zweite Übung an diesem Abend befasste sich mit dem Aufgabenkreis der technischen Hilfeleistung, insbesondere dem Heben und Ziehen von Lasten.                                           

Mit dem Einsatzstichwort “ Betriebsunfall - eingeklemmte Person” rückte die Löschgruppe Schalksmühle in ein Waldgebiet nach Linscheid aus. Dort kam es zu einem schweren Arbeitsunfall: Ein Waldarbeiter fuhr mit einem Trecker gegen mehrere übereinander gelagerte Baumstämme. Diese klemmten einen weiteren Arbeiter so ein, dass er nicht mehr ohne die Hilfe der Feuerwehr befreit werden konnte. Der Trecker verkeilte sich auf den Stämmen und war nicht mehr fahrbereit.                                                       

An der Einsatzstelle angekommen, begann die Einsatzleitung mit der Erkundung der Situation.

Die Staffel des Einsatzabschnitts 1 - dieses mal bestehend aus der Besatzung von RW und TLF - übernahm die Menschenrettung und die Bergung des Treckers. Hierzu wurden die Baumstämme durch Rüsthölzer gegen weiteres Abrutschen gesichert. Anschließend zogen die Kameraden den Trecker mithilfe der Seilwinde des RW von den Stämmen. Hierdurch konnte eine erste Entlastung des Patienten realisiert werden. Nun war es auch möglich einen Baumstamm mittels Spreizer anzuheben und den Patienten somit zu befreien.                             

Der Einsatzabschnitt 2 - das LF - leuchtete die Einsatzstelle aus, legte die benötigen Gerätschaften bereit und unterstützte auf Befehl der Einsatzleitung die Rettungsarbeiten.

Die Übung war mit Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft nach ca. 90 Minuten beendet.

 

Nach der Übung in Linscheid fuhren die Kameraden zu einem Bauernhof nach Othmaringhausen (Halver). Dort wurde gegrillt und in gemütlicher Runde zusammengesessen bis schließlich auch die letzten um ca. 4:00 Uhr ins “Bett” gegangen sind.

 

 

Die dritte Übung führte die Kameraden der Löschgruppe Schalksmühle zur Günther Spelsberg GmbH & Co.KG.                       

 

Auch dort ereignete sich ein Betriebsunfall. Ein Mitarbeiter des Wareneingangs ist aus Unachtsamkeit unter die mehrere Tonnen schwere Papierpresse geraten, als diese von einem Entsorgungsunternehmen wieder abgestellt wurde.

Der Patient war oberhalb der Beine eingeklemmt aber bei Eintreffen der Feuerwehr noch ansprechbar.

Um eine schnelle Rettung gewährleisten zu können wurden auch hier wieder Einsatzabschnitte gebildet. Der Abschnitt 1 übernahm mit RW und TLF die Menschenrettung. Die Kameraden des 2. Einsatzabschnitts brachten die erforderlichen Aggregate zum Bereitstellungsraum und unterstützen bei den weiteren Maßnahmen.

Zur Menschenrettung ordnete der Abschnittsleiter die Vornahme von Hebekissen an. Hierfür wurde der Container gegen Wegrutschen gesichert. Auch die unter den Container geschobenen Hebekissen wurden stabilisiert bevor sie mit Druckluft langsam aufgepumpt wurden. Dank des reibungslosen Ablaufs der Übung, konnte der Patient trotz der sehr aufwendigen Rettung, nach 60 Minuten dem Rettungsdienst übergeben werden.

 

Die 24-Stunden-Übung 2013 wurde am Samstag gegen 14 Uhr mit einem sehr positiven Fazit beendet.

 

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