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24-Stunden-Übung

Vom 16.07.2010 auf den 17.07.2010 hat die Löschgruppe Schalksmühle eine 24-Stunden-Übung durchgeführt.

Hierzu haben sich die Mitglieder der Löschgruppe am Freitag um 19 Uhr am Gerätehaus an der Volmestraße, zu einer kurzen Vorbesprechung getroffen.

Gegen 19:15 Uhr sind wir dann zur Schwimmhalle Löh gefahren, um diese wie all die Jahre zuvor auch gemeinsam mit der Löschgruppe Winkeln auszupumpen. Da das Wetter mitspielte, wurden zwei Schlauchleitungen für die vielen anwesenden und bereits auf uns wartenden Kinder bereit gestellt. Unter Aufsicht einer FM(SB) konnten sie so mit den Schläuchen spielen und sich abkühlen.

Nachdem Wasserwerfer und Strahlrohre aufgebaut und in Betrieb waren, wurde unterhalb des Neubaugebietes „Im Schlah“ ein vermutlicher Waldbrand gemeldet - eine Rauchentwicklung war feststellbar. Nach erfolgter Erkundung wurde ein Löschangriff unter Vornahme mehrerer B – und C- Strahlrohre angeordnet und durchgeführt. Nach einer halben Stunde konnte „Feuer aus“ gemeldet und die Übung erfolgreich beendet werden. Wie sich herausstellte, handelte es sich hier um eine von 2 Kameraden ausgearbeitete, unangekündigte  Übung - der Qualm wurde durch eine Nebelmaschine simuliert.

Bevor wir dann gegen 22:30 Uhr vom Schulzentrum abgerückten, bedankte sich der zuständige Schwimmmeister Heuckelbach noch mit Steaks und Würstchen bei beiden anwesenden Löschgruppen für die Unterstützung.                                                                                                                                                                                 (Zum Vergrößern bitte auf die Fotos klicken.)

 

Nach ca. 90 Minuten Pause und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft im Gerätehaus, wurde gegen 0:00 Uhr der nächste Einsatzauftrag „Betriebsunfall – Person in Schacht“ Hälverstraße Höhe Fa. Lumberg erteilt. Es ging zu einem Wanderparkplatz gegenüber der Fa. Lumberg an der Hälverstraße. Wie sich heraus stellte ist eine Person einige Meter tief in einen dortigen Schacht gestürzt und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien.

Der Einsatzauftrag lautete: „Angriffstrupp zur Menschenrettung mittels Bockleiter und Flaschenzug unter PA über Steckleiter in den Schacht vor“.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte ob sich im Schacht giftige Dämpfe befinden rüstete sich ein Angriffstrupp zur Rettung des Verunglückten (diese Rolle hatte ein Kamerad unter PA übernommen) mit PA aus. Zudem wurden sie für den Abstieg in den Schacht mit Feuerwehrleinen gesichert. Parallel wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und eine ausreichend hohe Bockleiter samt Flaschenzug unter Verwendung mehrerer Umlenkrollen aufgebaut. Das so entstandene Gerüst wurde über dem Schacht aufgestellt und gesichert. Der ausgerüstete Angriffstrupp konnte nun in den Schacht einsteigen, um die verunglückte Person für das Heraufziehen vorzubereiten. Mit vereinten Kräften und dank des Flaschenzugs gelang dies dann auch ohne weitere Probleme. Im Anschluss an die Personenrettung wurden alternative Rettungstechniken und -möglichkeiten besprochen und getestet. Gegen 02.00 Uhr war dann auch dieser Übungsabschnitt beendet.

Nach dem wir wieder im Gerätehaus eingerückt sind, haben wir uns schnell dazu entschlossen noch für eine kleine Stärkung in ein Burger-Restaurant nach Lüdenscheid zu fahren.

Gegen 04.00 Uhr war dann schließlich Nachtruhe im Gerätehaus angesagt und jeder hat seinen Schlafplatz in den Schulungs- und Nebenräumen der Löschgruppe gefunden.

Um 08:30 Uhr war schließlich Wecken angesagt.  Einige Kameraden hatten Frühstück vorbereitet, so konnten wir nach sehr kurzer Nacht, aber dennoch einigermaßen fit in den weiteren Tag starten.

Im Anschluss an das Frühstück sind wir gegen 10:30 Uhr zum nächsten Übungsort, einem Steinbruch in Lüdenscheid, gefahren.

Zu Beginn wurde unter der Leitung von Kamerad Dennis Nölke die Technik und der richtige Umgang mit Feuerlöschern in einer theoretischen und praktischen Unterweisung wiederholt. Hierzu bekam jeder nach und nach die Möglichkeit ein vorbereitetes Palettenfeuer mit bereitgestellten Feuerlöschern zu löschen.

Im weiteren Verlauf haben wir die Brandbekämpfung mit einem 250kg Pulverlöscher erprobt. Ein solcher Löscher ist in unserem LF16-TS fest eingebaut. Nachdem über den Druckgasbehälter der Löscher in Betriebsbereitschaft versetzt wurde, wurden die zwei Schnellangriffspistolen abwechselnd mit FM(SB) besetzt und die Brandbekämpfung mit dieser Löscheinrichtung geübt. Sichtlich überrascht zeigten sich alle Anwesenden von der massiven Löschwirkung sowie der enormen Ausbringungsmenge und des hohen Druckes am Strahlrohr beim Betätigen der Schnellangriffspistolen.

Nach Beendigung dieser Übung ging es dann gegen 12:45 Uhr wieder in Richtung Gerätehaus Schalksmühle, wo dann gemeinschaftlich nach kurzer Stärkung die Einsatzbereitschaft von Fahrzeug und Ausrüstung wiederhergestellt wurde.

Sichtlich geschafft von den zurückliegenden Stunden wurde der Ausbildungsteil der diesjährigen 24-Stunden-Übung dann gegen 14:30 Uhr  schließlich beendet.

Abschließend bleibt festzustellen, dass die 24-Stunden-Übung wieder einmal eine sehr gute Maßnahme war, um die Gemeinschaft zu stärken, die eigenen Fähigkeiten zu testen und diese auszubauen.

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